3D-Bearbeitungsstrategien

Paralleles Schlichten

Paralleles Schlichten ist eine der meistverwendeten Schlichtstrategien. Die erzeugten Bahnen verlaufen parallel in der XY-Ebene und folgen der Fläche in Z-Richtung. Sie können sowohl den Winkel als auch die Querzustellung in horizontaler Richtung wählen. Die Bahnen können entweder in einem Zickzack-Muster oder in nur eine Richtung verlaufend (Einweg) miteinander verbunden sein.
Paralleles Schlichten eignet sich am besten für flache Bereiche und stechende Bearbeitung. Zur automatischen Erkennung flacher Bereiche kann die Bearbeitung auf einen maximalen Winkel zwischen der Werkzeugspitze und der Fläche begrenzt werden.
Durch die Auswahl der Option Stechend kann eine Ablenkung des Werkzeugs bei der Bearbeitung komplexer Flächen minimiert werden.
 

Konturschlichten

Konturschlichten erzeugt Werkzeugwege mit konstanter Z-Höhe entlang der Kontur des Teiles. Konturschlichten ist die beste Strategie zum Schlichten steiler Wände. Wie bei Paralleles Schlichten können die Bearbeitungsbereiche durch Winkel eingegrenzt werden. Die Bearbeitungswege sind in den Ecken um eine maximale horizontale Abweichung geglättet. Das bedeutet, dass scharfe Ecken zu sehr kleinen, internen Glättungsradien neigen, weil der Bogen (Werkzeugweg) sonst zu weit von der Ecke entfernt verlaufen würde. Dies stellt einen Kompromiss dar zwischen den Anforderungen der HSC-Bearbeitung und der Notwendigkeit, innerhalb der angegebenen Toleranz zu bleiben.
 

Horizontales Schlichten

Die Strategie Horizontales Schlichten erkennt automatisch alle ebenen Bereiche des Teiles und bearbeitet sie mit einem konturparallelen Werkzeugweg. Wenn der ebene Bereich oberhalb eines umgebenden Bereiches gelagert ist, verfährt das Werkzeug über die Außenkontur, um die Ränder zu säubern. Hervorzuheben ist die Möglichkeit zur Einstellung mehrerer Tiefenzustellungen. Damit haben Sie die absolute Kontrolle über die Anzahl der Tiefenschnitte. Auf Null gesetzt wird bei planen Flächen nur die Z-Ebene bearbeitet.
 

Hohlkehlenbearbeitung

Die Strategie Hohlkehlenbearbeitung erzeugt Werkzeugwege entlang Innenecken und Rundungen mit kleinen Radien, wobei Material beseitigt wird, das keine andere Strategie erreichen kann. Durch die variable Anzahl von Querzustellungen ist es auch möglich, Hohlkehlenwerkzeugwege entlang von Rundungen anzulegen, die größer sind als der WZ-Eckenradius.
Hohlkehlenwerkzeugwege können die Grundlage für andere Bearbeitungen bilden. Sie können entweder eine begrenzte Anzahl versetzter Hohlkehlenbearbeitungen ausführen, um eine Rundung auszuarbeiten, oder unendlich viele versetzte Werkzeugwege definieren, um die gesamte Fläche von den Hohlkehlenbahnen ausgehend zu schlichten.
 

HSC-Kontur

HSC-Kontur erzeugt Bahnen mit einem konstanten Abstand zueinander durch Versetzen der Bahnen entlang der Fläche nach innen. Die Bahnen folgen geneigten und vertikalen Wänden, um die Querzustellung beizubehalten (Rauhtiefenbearbeitung).
Obwohl die HSC-Konturstrategie zum Schlichten ganzer Teile verwendet werden kann, wird sie meistens zum Restmaterialschlichten nach einer Kombination aus Konturbearbeitung und parallelem Schlichten eingesetzt. Wie bei den anderen Schlichtstrategien kann die Bearbeitung durch einen Kontaktwinkelbereich begrenzt werden.
 

Spiralschlichten

Mit Spiralschlichten wird ein spiralförmiger Werkzeugweg um einen definierten Zentrumspunkt angelegt und während der Bearbeitung innerhalb der vorgegebenen Geometrie ein konstanter Kontakt generiert. Diese Bearbeitungsmethode eignet sich ideal für runde, flache Teile, die einen Werkzeugkontaktwinkel von null bis 40 Grad verwenden. Die steileren Flächen können dabei in Verbindung mit der Konturbearbeitung gefertigt werden. Der Zentrumspunkt des zu bearbeitenden Bereichs wird automatisch erkannt oder kann vom Anwender festgelegt werden.
 

Radialschlichten

Wie das Spiralschlichten startet auch Radialschlichten von einem Zentrumspunkt ausgehend die Bearbeitung radialer Teile. Der Anwender hat dabei die Möglichkeit, das Werkzeug kurz vor dem Zentrum des radialen Verlaufs, wo sich die Durchgänge sehr verdichten, zu stoppen. Der Zentrumspunkt des zu bearbeitenden Bereichs wird automatisch erkannt oder kann vom Anwender festgelegt werden.
 

3D-Taschenfräsen

3D-Taschenfräsen ist die Hauptschruppstrategie zur effektiven Beseitigung großer Materialmengen. Das Werkstück wird ebenenweise im Gleich- oder Gegenlauf abgearbeitet. Um ein direktes Eintauchen zu vermeiden, kann das Werkzeug über eine Helix oder eine Konturrampe in das Werkstück einfahren. Um eine hohe Vorschubrate beizubehalten und so die Bearbeitungszeit zu reduzieren, werden scharfe Richtungsänderungen vermieden, indem die Werkzeugbewegung geglättet wird.
Eine schnellere und zuverlässigere Schruppstrategie finden Sie derzeit auf dem Markt nicht!
 

Adaptive Clearing

Adaptive Clearing ist eine neue innovative Schruppstrategie, die eine erhebliche Verbesserung im Vergleich zu konventionellen Schruppstrategien bietet. Diese Strategie vermeidet Schnitte mit der gesamten Werkzeugbreite, indem zunehmend Material vom verbleibenden Rohteil abgetragen wird. Der erzeugte Werkzeugweg garantiert konstante Bearbeitungsbedingungen und eine stabile Werkzeuglast. Dadurch kann der Vorschub signifikant erhöht werden und die Bearbeitungszeit verkürzt sich um bis zu 40 Prozent.
 

3+2-Achsenbearbeitung

Alle 2D- und 3D-Strategien unterstützen die 3+2-Bearbeitung (5-Achsen-Positionierung) durch Rotieren des Teils oder des Bearbeitungkopfes der Maschine um eine Kombination aus A-, B- oder C-Achse. Um eine 3+2-Operation zu erstellen, muss nur einmal die Bearbeitungsebene ausgewählt werden – den Rest erledigt HSMWorks. Einmal in Position gebracht, sind alle Bearbeitungsstrategien verfügbar. Werkzeuge und Halter sind kollisionsgeschützt, soweit die Strategien dies unterstützen.